Lage in der Steiermark
Der Red Bull Ring liegt in der Gemeinde Spielberg in der Steiermark, oft wird fälschlich das zwei Kilometer entfernte Zeltweg genannt. Die Strecke liegt am Hang und ist auf drei Seiten von Hängen umgeben, die teils als Naturtribünen dienen. Zwischen tiefstem und höchstem Punkt liegen 65 Meter, die größte Steigung beträgt 12 Prozent. Seit 2012 steht auf dem Gelände ein 14,6 Meter hoher Stahlstier mit vergoldeten Hörnern.
Vom Österreichring zum Red Bull Ring
Die Red Bull Ring Geschichte beginnt 1969 mit dem Österreichring, der den holprigen Flugplatzkurs von Zeltweg ablöste. Der knapp 6 km lange Kurs war sehr schnell, jede Kurve war ein weiter Bogen. 1996 baute Hermann Tilke ihn zum kürzeren A1-Ring um, 2004 kaufte Dietrich Mateschitz das Gelände. Nach Teilabriss, Stillstand und Neubau eröffnete die Strecke am 15. Mai 2011 als Red Bull Ring.
Layout und Kurven
Heute hat die Strecke 10 Kurven, sieben rechts und drei links, die Formel 1 gibt 4,318 km Länge an. Die erste Kurve heißt seit 2019 Niki-Lauda-Kurve, danach geht es bergauf zur Spitzkehre Remus. Weitere bekannte Red Bull Ring Kurven sind Schlossgold und die schnelle Rindt-Kurve. Für Motorradrennen gibt es seit 2022 eine zusätzliche Schikane in Kurve 2.
Große Momente und Rekorde
Niki Lauda gewann 1984 als bislang einziger Österreicher seinen Heim-Grand-Prix. 2020 eröffnete die Formel 1 hier wegen der Pandemie ihre Saison, eine Woche später folgte als Novum der Große Preis der Steiermark. Den Formel-1-Rundenrekord im Rennen hält Carlos Sainz mit 1:05,619 min aus dem Jahr 2020. Seit 2016 fährt auch die MotoGP wieder in Spielberg.
Unfälle und Sicherheit
Auf dem alten Österreichring verunglückte Mark Donohue 1975 im Warm-up an der Hella-Licht-Kurve tödlich. Daraufhin wurde dort 1977 eine Schikane eingebaut, aus der schnellsten wurde die langsamste Stelle der Strecke. Die schmale Start-Ziel-Gerade führte immer wieder zu Startunfällen, 1987 musste das Rennen zweimal neu gestartet werden. Danach fehlte Österreich zehn Jahre lang im Formel-1-Kalender.
Kurioses aus Spielberg
Im Training 1987 stieß Stefan Johansson bei über 240 km/h mit einem Stück Wild zusammen, das auf die Strecke gelaufen war. Nelson Piquet fuhr im selben Jahr die Pole mit einem Schnitt von über 256 km/h. Von 2014 bis 2016 machte hier auch die Red Bull Air Race Station. Durch die Arenaform siehst du als Zuschauer von vielen Plätzen große Teile der Strecke.
Fahrtipps für den Simulator
Die Runde ist kurz und hat nur zehn Kurven, deshalb kostet jeder kleine Fehler viel Zeit. Die wichtigsten Bremszonen liegen am Ende der Bergaufgeraden, bergauf verzögert das Auto besser, du kannst also etwas später anbremsen als gedacht. In Remus ist die Ausfahrt wichtiger als der Eingang, denn danach folgt die nächste lange Gerade. Im zweiten Teil geht es bergab durch schnelle Rechtskurven, dort bringst du das Auto ruhig und mit wenig Lenkeinschlag durch.

