Gründung durch Enthusiasten
Die Geschichte von Magione beginnt im Frühjahr 1972, als lokale Motorsportbegeisterte mit dem Bau begannen. 1973 wurde die Strecke als Autodromo di Magione eröffnet, damals 1,650 km lang und mit 12 offenen Boxen. Sie gehört bis heute zu den kleineren Rennstrecken Italiens.
Kinderstube der Formel 3
In den Anfangsjahren machte sich Magione einen Namen mit der Italienischen Formel 3. Auf der kurzen Runde fuhren spätere Formel-1-Piloten wie Michele Alboreto, Elio de Angelis und Riccardo Patrese. Die Formel 3 kam bis 2009 immer wieder nach Umbrien.
Neuer Name, neue Strecke
Nach finanziellen Schwierigkeiten übernahm ein Konsortium unter Führung des Automobile Club Perugia die Anlage, sie heißt seither Autodromo dell'Umbria. Benannt ist sie nach Borzacchini, einem der bekanntesten italienischen Rennfahrer der 1920er und 1930er Jahre, der aus Umbrien stammte. 1994 wurde die Strecke auf 2,507 km verlängert und erhielt 20 Boxen, 2017 einen neuen Belag.
Rennfahrerschule und Sparrennen
Von den 1980er Jahren bis 2010 bildete hier die Rennfahrerschule von Henry Morrogh Nachwuchs aus, zu ihren Schülern zählte der spätere Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve. Seit 2007 findet in Magione außerdem ein ungewöhnliches Rennen statt: die 25 Stunden von Magione, bei denen es um möglichst geringen Verbrauch geht.
Unfälle und heute
Auch Magione kennt tragische Tage, 1998 und 2008 kamen hier Fahrer bei Rennen ums Leben. Heute wird die Strecke für nationale Rennen, Testtage von Herstellern und Fahrertrainings genutzt.

